Lateinschule um 1500
Kepler-Museum Weil der Stadt
Glossar
Glossar


Museum

Einführung
Bereich 1
Bereich 2
 Quellen

 Glossar
  Copernicus
  Quartalszeugnis
Bereich 3
Bereich 4
Bereich 5
Bereich 6
Bereich 7

Verein

Kepler Portal
Kepler Gesellschaft
Kepler Sternwarte
Kepler Archiv
Veranstaltungen

Homepage

Impressum
Links
Download





Besucher: 301518
Letzte Änderung: 30.07.2006

Nicolaus Copernicus (1473-1543)

Copernicus wird 1473 in Thorn geboren und studiert in Bologna sowie in Padua Kirchenrecht und Medizin. Bereits während seines Studiums begeistert er sich für astronomische Fragen. 1510 übernimmt er als Domherr von Frauenburg die Verantwortung für das Domkapitel der Stadt.
1514 beendet er sein erstes astronomisches Manuscript "Commentariolus", in dem er erstmals die Zentralstellung der Erde in Frage stellt und ihr stattdessen eine tägliche und jährliche Bewegung zuweist. Erst 1543, in seinem Todesjahr, erscheint sein Hauptwerk "De Revolutionibus Orbium Coelestium".
Kepler beindruckt vor allem, wie einfach mit dem Copernicanischen Weltbild die tägliche Drehung der Fixsterne um die Erde und die Schleifenbewegung der oberen Planeten erklärt werden können.

Copernicus bricht zwar in diesem Werk mit dem Geozentrischen Weltbild, nicht aber mit dem aristotelischen Dogma gleichförmiger Kreisbewegungen der Planeten. Sein Weltbild ist zudem nicht vollkommen heliozentrisch, weil er nicht die Sonne als als Mittelpunkt der Planetenbahnen ansieht, sondern den unbesetzten, körperlosen Mittelpunkt der Erdbahn, von dem aus gesehen die Erde sich nach aristotelischen Regeln gleichförmig bewegen soll. Das Werk löst bei Vertretern aller Konfessionen heftigen Widerspruch aus und wird 1616 trotz der Widmung an den Papst auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt.
Kepler begeistert sich zwar aus Gründen der Einfachheit für das Prinzip einer täglichen und jährlichen Bewegung der Erde. Sein radikal heliozentrischer Anspruch einer wirklichen Zentralstellung der Sonne basiert dagegen auf seinen religiösen Überzeugungen.

Illustration in höherer Auflösung
Seitenanfang


Keplers erstes Quartalszeugnis

Original: Evangelisches Stift Tübingen. Archiv K. 1, F. 1, Nr. 3 Sebastiani (20. Januar) 1590.

Im Stift erhalten die dort wohnenden Studenten Unterrichtsstunden, die der Wiederholung des Lernstoffes dienen. Die Leistungen der Schüler werden in einem Quartalszeugnis verzeichnet. Im Grundstudium stehen die Fächer Ethik, Dialektik (Logik), Griechisch, Hebräisch, Sphaera (Astronomie) und Physik auf dem Unterrichtsplan. Die Note A bezeichnet Spitzenleistungen.

Illustration in höherer Auflösung
Seitenanfang